Das innere Kind – der Schlüssel zu Emotionen und Verhaltensmustern

Hinter unseren alltäglichen Reaktionen steckt oft viel mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Wenn bestimmte Situationen uns „triggern“, wir bei Kleinigkeiten über reagieren oder uns plötzlich tief verletzt fühlen, ist meistens unser „inneres Kind“ am Werk. Viele haben den Begriff „das innere Kind“ aus der Psychologie schonmal gehört. Doch was bedeutet er konkret, und warum lohnt sich die Auseinandersetzung damit?

Das innere Kind steht symbolisch für Gefühle, Prägungen und Erinnerungen aus unserer Kindheit. Sowohl Positives als auch Negatives ist in unserem Unterbewusstsein gespeichert. Diese Prägungen legen den Grundstein für unsere tiefsten, unbewussten emotionalen Programme, denn diese Erfahrungen formen bis heute unsere Sicht auf die Welt.

In der Psychologie unterscheidet man oft zwischen zwei Seiten des inneren Anteils. Das Schattenkind steht für unsere negativen Prägungen. Dazu gehören beispielsweise Gefühle wie Angst, Verlassensein, Hilflosigkeit oder auch nicht gut genug zu sein. Bei Situationen, die uns im Alltag triggern, reagiert also dieses Schattenkind. Das Sonnenkind hingegen verkörpert die positiven Seiten der Kindheit. Es steht für Lebensfreude, Neugierde, Spontanität und Urvertrauen.

Viele fragen sich, aus welchem Alter dieses innere Kind eigentlich stammt. Die Antwort
ist eindeutig: Die prägendste Zeit liegt zwischen der Schwangerschaft und dem ca. 7. Lebensjahr. Dieser Lebensabschnitt entscheidet, ob wir die Welt als sicheren Ort wahrnehmen. Erfahren wir Nähe und Verlässlichkeit, entsteht Urvertrauen. Erleben wir emotionale Kälte oder Trennung, entstehen oft tiefe Verlust- und Bindungsängste. Natürlich wächst unser inneres Kind im Laufe des Lebens weiter. Auch das Grundschulalter und die Pubertät prägen uns, allerdings entstehen hier eher Leistungsdruck oder Autonomiekonflikte.

Warum aber beeinflusst unser inneres Kind unser Erwachsenenleben? Unsere frühen Kindheitserfahrungen haben tief sitzende Glaubenssätze in uns verankert. Sätze wie „Ich muss perfekt sein, um geliebt zu werden“ oder „Ich bin nicht wichtig“ steuern unser Verhalten als Erwachsener oft unbemerkt. In bestimmten Situationen reagieren wir also nicht rational und fühlen uns wie das verletzte Kind von damals. Wir schmollen, ziehen uns zurück, werden wütend oder verfallen in extreme Verlustangst. Die frühe emotionale Wunde wird im Hier und Jetzt wieder aufgerissen.

Unser inneres Kind begleitet uns dauerhaft. Wir sollten mit ihm Freundschaft schließen. Die Arbeit mit unserem inneren Kind hilft dabei, alte emotionale Blockaden zu lösen und gesündere Beziehungen zu führen. Nicht nur zu anderen, sondern vor allem zu uns selbst. Indem wir die alten Wunden verstehen und annehmen, hören wir auf, die Vergangenheit unbewusst zu wiederholen. Wir übernehmen die Verantwortung für unser Glück und bringen wieder Leichtigkeit in unser Leben.

Gehörst auch Du zu den Menschen, die sich immer wieder „getriggert“ fühlen und in bestimmte Verhaltensmuster verfallen? Möchtest Du Dein inneres Kind kennenlernen, alte Glaubenssätze aufdecken oder emotionale Blockaden lösen? Dann rufe oder schreibe mich gerne direkt an.