Alleinerziehende – viel zu oft am Limit

Wenn Eltern sich trennen, ist das ein großer Einschnitt für die gesamte Familie. Im Jahr 2025 gab es schätzungsweise 2,5 Millionen minderjährige Kinder, die mit nur einem Elternteil in einem Haushalt lebten. Viele dieser Kinder haben oftmals nur noch sehr wenig oder keinen Kontakt zum anderen Elternteil. Daran ändern auch moderne Familienmodelle nichts. Doch wo liegen überhaupt die größten Herausforderungen für die Alleinerziehenden, die wirklich alleine erziehen?

Eigentlich drückt das Wort es schon aus. Man ist alleine, ohne Unterstützung durch das andere Elternteil. Selbst wenn Absprachen getroffen wurden, dass das Kind in regelmäßigen Abständen zum Vater bzw. zur Mutter geht, oder Entscheidungen gemeinsam getroffen werden sollen, bleibt der Alltag turbulent.

Erstmal hinterlässt jede Trennung ihre Spuren. In erster Linie emotional. Sowohl bei Eltern, als auch bei Kindern. Die neue Situation erfordert den Kindern gegenüber viel Fingerspitzengefühl, denn sie können oftmals die Gründe für die Trennung der Eltern nicht nachvollziehen. War ihre Welt gestern noch in Ordnung, ist heute alles anders.

Auch finanziell ändert sich einiges. Besonders, wenn ein unterhaltspflichtiges Elternteil seinen Verpflichtungen nicht nachkommt. Um nicht in die Armut abzurutschen, suchen sich viele Alleinerziehende einen neuen Job oder erhöhen ihre wöchentliche Arbeitszeit. Ausgaben für Klassenfahrten, Kindergeburtstage oder neue Schulsachen reißen neben laufenden Ausgaben weitere Löcher in die Familienkasse. Ausgaben, die vorher als Paarfamilie selbstverständlich waren, sind einfach nicht mehr drin und man muss sich einschränken.

Da die Verantwortung für Erziehung und Haushalt nun allein getragen werden muss, ist es schwierig Beruf und Privatleben unter einen Hut zu kriegen. Erst recht, wenn man selbst oder ein Kind erkrankt, die Kinderbetreuung fehlt oder einfach nur das Auto in die Werkstatt muss.

Bei allen Herausforderungen kommt ein ganz wichtiger Aspekt immer zu kurz: die eigene Person. Hinter jedem alleinerziehenden Elternteil steckt ein Mensch. Und dieser Mensch hat immer das Gefühl, nicht genug zu sein und das fehlende Elternteil auch noch ersetzen zu müssen. Ein Mensch, der vielleicht selbst Unterstützung braucht, nicht nur bei der Organisation des Alltags, sondern auch emotional.

Viele Alleinerziehende sind viel zu oft am Limit. Gehört ihr auch dazu? Oder lauft ihr Gefahr, dass euch alles über den Kopf wächst? Es gibt Strategien, die euch entlasten können, sowohl bei der Bewältigung des Alltags als auch auf emotionaler Ebene. Mehr zu diesem wichtigen Thema erfahrt ihr auf einem Infoabend am 24. April zusammen mit der der Gemeinde Schwalmtal. Wir starten um 18 Uhr im Haus Gorissen, Markt 22, in Waldniel. Der Infoabend wird wie immer kostenlos sein, um Anmeldung wird gebeten: HIER GEHT ES ZUR ANMELDUNG

Natürlich könnt ihr mich bei akutem Bedarf auch direkt anrufen oder anschreiben.

Infoabend Burnout Prävention bei Alleinerziehenden Markt 22 Haus Gorissen Schwalmtal 20260424