Angststörungen – wenn die Angst den Alltag bestimmt

Angst ist eine natürliche Reaktion des Körpers, warnt uns vor Gefahren und Risiken oder mobilisiert Kräfte. Wenn jedoch Angstsymptome ohne realen Grund auftreten und außer Kontrolle geraten, spricht man von einer Angststörung.

In Deutschland leiden ca. 15 % der Bevölkerung an den Symptomen einer Angststörung, Frauen deutlich häufiger als Männer. Laut Umfragen aus 2024 sind die Zahlen besonders bei jungen Menschen steigend. Fast jeder fünfte Jugendliche weist mäßige bis schwere Angstsymptome auf. Angststörungen können das Leben erheblich einschränken, doch trotzdem bleiben viele Betroffene damit allein und ohne ärztliche Diagnose.

Angst kennt jeder von uns. Besonders beliebt hierbei sind Spinnen, Mäuse, enge Räume oder Höhen, wobei wir hier eher von einer Abneigung sprechen, durch die das Leben nicht weiter eingeschränkt wird. Auch Prüfungen sorgen für Anspannung, was Aufmerksamkeit und Konzentration erhöht. Wenn jedoch Situationen oder der Gedanke daran heftige Angstreaktionen bis hin zur Todesangst auslösen, kann eine Angst- oder Panikstörung vorliegen. Oftmals begleitet durch körperliche Symptome wie Herzrasen, Schwitzen, Zittern oder Atemnot.

Angststörungen treten in unterschiedlichen Bereichen und Ausprägungen auf. Eine generalisierte Angststörung beispielsweise macht sich durch ständige und übermäßige Sorgen in alltäglichen Lebensbereichen bemerkbar. Eine soziale Phobie ist die Sorge vor negativer Bewertung in sozialen Situationen, Agoraphobie bezieht sich unter anderem auf Menschenmengen, öffentliche Verkehrsmittel oder weite Plätze. Manchmal ist es ein einmaliges Ereignis, manchmal wird die Angst zum ständigen Begleiter.

Die Ursachen sind meist ein Zusammenspiel aus unterschiedlichen Faktoren. Im Laufe der Zeit berichten Betroffene auch von der Angst vor der Angst. Auslösende Situationen werden immer häufiger vermieden, was zu Einschränkungen im Alltag führt. Jedoch sind Angststörungen gut behandelbar und frühzeitiges Handeln verbessert die Heilungschancen. Mit Selbsthilfe-Techniken lassen sich akute Situationen meistern und geben die Kontrolle zurück.

Sind Angststörungen auch bei euch ein Thema, meldet euch bei mir. Ein gutes Gespräch über die eigene, persönliche Situation ist der erste Schritt in ein angstfreies Leben. Ihr könnt mich gerne direkt anrufen oder auch anschreiben.